Großmütterkreis der Externsteine Hüterinnen des Friedensbündels                       
Zu Gast beim Rat der Europäischen Großmütter www.councileugrandmothers.eu Unsere   Großmutter-Schwester   Helga   hatte   als   Gründungsmitglied   den   Rat   der   Europäischen   Großmütter   in   die   Nähe   von Lüneburg,   ihrem   Wohn-   und   Arbeitsort,   eingeladen.   Der   2015   in   Italien   entstandene   Rat   verfolgt   die   Absicht,   das   Leben zu   schützen   und   zu   heilen   und   in   eine   Harmonie   und   ein   Gleichgewicht   zurückzuführen,   und   zwar   nicht   als   Institution sondern   als   ein   lebendiger   Organismus,   der   dem   Leben   und   den   zukünftigen   Generationen   dienen   möchte.      Unser Großmütterkreis      der   Externsteine   hat   dies   zum   Anlass   genommen,   uns   ebenfalls   am   Tagungsort   zu   treffen   und   zu   tagen, sowie die beiden öffentlichen Termine  am Samstag-  und Sonntagmorgen zu besuchen. Das   Gespräch   am   Samstagmorgen   richtete   sich   an   Interessierte   und   die   Presse.   Eine   freie   Journalistin   im   Auftrag   der Uelzener   Lokalzeitung   hatte   sich   sehr   gut   per   Internet-Recherchen   vorbereitet,   und   es   gab   ein   interessantes   Gespräch zwischen   ihr   und   einigen   der   Europäischen   Großmütter.   Den   Zeitungsartikel   von   Frau   Bautsch-Ludolfs      können   Sie   hier     lesen. Erfreulich   war   die   Vielfalt   und   die   Offenheit   der   15   Frauen   aus   11   Ländern   von   Süden   bis   Norden   Europas.   So   erzählten etwa   die   beeindruckenden   Großmütter   aus   Irland,   MaryAnne   Gosling   und   Mary   Grant,   dass   Großmütter   beider   Teile Irlands,   über   Grenzen,   Konflikte   und   Trennungen   hinweg   gemeinsam   für   die   Kinder   sorgen,   deren   Eltern   im   Krieg   getötet wurden. Astrid,   Großmutter   Helgas   Schwiegertochter,   hat   sehr   einfühlsam   vom   Englischen   ins   Deutsche   übersetzt   und   auch zurück,   wenn   nötig.   Sie   überbrachte   Grüße   von   Kindern   aus   ihren   Klassen   –   sie   ist   Lehrerin   an   einer   Hauptschule.   Bei dieser   Gelegenheit   stellte   sie   Briefe   der   Kinder   zum   Thema   „meine   Großmütter“   vor.   Wir   konnten   sie   am   Schluss   der Veranstaltung   selbst   lesen.   Es   waren   auch   bewegende   Briefe   von   unbegleiteten   geflüchteten   Kindern   dabei   und   von Kindern,   deren   Großmütter   in   einem   anderen   Land   leben.   Es   ist   geplant   einige   dieser   Briefe   bald   unter   unserer Mitmachaktion zur Großen Mutter und Großmutter zu veröffentlichen. Am   Sonntag   war   das   Thema   der   öffentlichen   Veranstaltung   die   Rolle   der   Großmutter   in   unseren   Familien   und   unserer Zeit.   Besonders   in   Erinnerung   geblieben   ist   mir,   in   welcher   Weise   Großmütter   Mütter   unterstützen   können   in   Zeiten   von Schwangerschaft    und    Geburt,    und    wie    Großmütter    Menschen    im    Sterbeprozess    begleiten    können.    Großmütter    als Expertinnen   mit   ihrer   Lebenserfahrung   und   Weisheit   in   Phasen   lebenswichtiger   Übergänge,   wie   Geburt   und   Tod.   In einigen   Ländern   gibt   es   die   Funktion   der   „Doula“,   ältere   Frauen,   die   neben   der   Hebamme   werdende   Mütter   begleiten durch   ihre   beruhigende,   erfahrene   Anwesenheit.   Und   es   gibt   immer   mehr   Hospize,   in   denen   sterbende   Menschen einfühlsam begleitet werden. Wir   Großmütter   der   Externsteine   wurden   sehr   herzlich   willkommen   geheißen   von   den   Europäischen   Großmüttern   auch wegen   des   Schals   in   Regenbogenfarben,   die   wir   als   Zeichen   der   Verbundenheit   tragen.   Großmutter   Sissy   Bauer   aus Österreich   erzählte   von   ihrer   dreijährigen   Enkelin,   die   Regenbogenfarben   besonders   liebt   und   ihr   ein   „Regenbogen- Wochenende“   gewünscht   hatte.   Da   hat   sie   sich   natürlich   besonders   gefreut,   die   Regenbogen-Farben   bei   uns   so   vielfältig vertreten zu sehen. Während   unseres   eigenen   Programms   haben   wir   einen   Gang   zu   nahe   gelegenen   steinzeitlichen   Steinsetzungen   gemacht. Sie   wurden   dort   als   „Königsgräber“   bezeichnet.   Die   Großmütter   Sabine   und   Sigrun   haben   dort   getrommelt,   Annette   und ich,   Cora,   meditiert   und   wir   haben   uns   alle   gemeinsam   intuitiv   von   den   Wesen   des   Ortes   führen   lassen   und   in   dieser Weise   die   Verbindung   mit   den   Ahnen   gelebt.   Unser   anschließender   Austausch   machte   deutlich,   dass   es   keine   Grabstätte ist,   sondern   dass   dieser   Ort   ein   erweitertes   Bewusstseins   unterstützt,   eine   Art   heiliger   Hain   mit   heiligen   Steinen,   die   zu einem   Tanz   mit   dem   Kosmischen   Bewusstsein   einladen.   Wir   machten   einige   der   Europäischen   Großmütter   auf   diesen magischen Ort aufmerksam. Diese Anregung wurde mit Freude und Interesse aufgenommen.   Ich   selbst   hatte   gleich   am   ersten   Tag   eine   spannende   Begegnung.   Bei   meinem   Morgenspaziergang   vor   dem   Frühstück begegnete    mir    eine    der    Europäischen    Großmütter,    und    wir    tauschten    einen    Gruß    aus.    Sie    war    mir    gleich    sehr sympathisch,   und   später   am   Tag   kam   sie   auf   mich   zu,   und   wir   unterhielten   uns   ausführlicher.   Es   war   Großmutter   Tina, gebürtig   aus   Kapstadt,   Südafrika.   Sie   wohnt   jetzt   in   Spanien   und   war   von   daher   als   Vertreterin   Spaniens   da.   Natürlich sprach    sie    perfekt    Englisch,    und    wir    konnten    uns    hervorragend    verständigen.    Es    ergab    sich    sofort    eine    große Vertrautheit,   so,   als   würden   wir   uns   schon   seit   ewigen   Zeiten   kennen.   Vielleicht   kennt   ihr   so   etwas   auch.   Jedenfalls waren wir uns einig, dass wir beide Weltenbürgerinnen sind. Ein sehr freudig herzlicher Austausch. Am   zweiten   Tag   kamen   wir   noch   einmal   mit   den   beiden   irischen   Großmüttern   ins   Gespräch.   Mary   Grant   kann   ihre Familienlinie   ungefähr   2000   Jahre   zurückverfolgen   in   Irland.   Also   eine   wirklich   „indigene“   irische   Großmutter.   Sie   lud   uns spontan   ein,   nach   Irland   zu   reisen   zum   Fest   der   Brigid   (Maria   Lichtmess)   im   Februar   2017.   Spannend!   Ob   sich   das verwirklichen lässt? Wir alle würden das gerne erleben! Auf   jeden   Fall   wünsche   ich   den   Europäischen   Großmüttern,   dass   sie   ihre   Ziele   und   Absichten,   die   sie   an   diesem Wochenende   ausgearbeitet   haben,   mit   Freude   und   Begeisterung   verwirklichen   können.   Eines   der   Ziele   ist   es,   mindestens eine    Großmutter    aus    jedem    europäischen    Land    im    Kreis    zu    haben,    zurzeit    sind    noch    wenige    Großmütter    der osteuropäischen Länder vertreten. Großmutter   Helga   regte   an,   eigene   örtliche   Großmütterkreise   zu   gründen   und   sich   weltweit   zu   vernetzen.   Das   könnte dann   vielleicht   auch   mit   einem   animierten   Computerbild   sichtbar   gemacht   werden   –   blinkende   Punkte   auf   einer   sich drehenden Erdkugel für jeden Großmütter-Kreis. Von dieser Vision berichtete sie uns. Semptember 2016, Großmutter Cora Zeitungsartikel zum Treffen des Europäischen Rates bei Großmutter Helga hier Video vom Treffen der Europäischen Großmütter in Altenmedingen im Herbst 2016 auf Einladung von Großmutter Helga https://vimeo.com/210564699
Foto: Rita Ackermann
Foto: Annette Frederking
Altenmedingen 2016