Großmütterkreis der Externsteine Hüterinnen des Friedensbündels                       
Impressionen 2019
Frühlings- Tagundnachtgleiche 2019 Der Morgen begann trüb und kalt, doch während der Zeremonie wechselte das Wetter und die Sonne kam hervor und wärmte uns. Dieses Phänomen des Wetterwechsels während der Zeremonie erlebten wir jetzt schon des Öfteren. Als wir zu unserem Ritualplatz kamen, sahen wir drei Frauen sorgsam den Platz von Flaschen und Müll befreien. Erneut einen herzlichen Dank an die Frauen aus dem Raum Hameln, die uns auf diese Weise halfen, den Raum für die Zeremonie vorzubereiten! Unsere Mitte füllte sich auf gelborangen Tüchern frühlingshaft mit Frühlingsblühern, Erde, Samentütchen, Gaben zum gegenseitigen „Geben und Empfangen“, … Unsere Einladung hatte eine bunt gemischte Gruppe aus Frauen und Männern, bekannten und neuen Gesichtern, erreicht und entsprechend des Themas „Geben und Empfangen“ brachten sie viele Beiträge mit und ein. Das reichte vom Flötenspiel über Tänze, Gesänge bis hin zu Bewegungsmeditationen. Es ist immer wieder eine Freude zu erleben, wie reich das Leben fließen kann, wenn alle sich einbringen! So wurde die Zeremonie für die Wetterverhältnisse fast schon ein wenig lang und doch: Die Verabschiedungen und Umarmungen brauchten dennoch ihre Zeit. Da unsere beiden Trommlerinnen, Großmutter Sigrun und Großmutter Sabine, nicht anwesend sein konnten und erstaunlicherweise auch keine Trommel von Mitwirkenden mitgebracht wurde, war dies in all den Jahren eines der wenigen oder vielleicht sogar das einzige Fest ohne Trommel.  Wir segneten die jetzt fruchtbar werdende Erde und die mitgebrachten Samen und gaben diese in persönliche Pflanzgefäße. Der Frieden, der entsteht, wenn wir den Fluss von Geben und Empfangen befreien, rückte in unseren Fokus. Das Friedensbündel kreiste mehrfach in unserer Gemeinschaft.   Von den gesammelten Spenden können wir 35 € an die Organisation „plant for the planet“ (Kinder pflanzen Bäume für eine bessere Zukunft) https://www.plant-for-the-planet.org/de/startseite geben und für 70 € (Dank einer größeren persönlichen Spende) über 200 Bäume durch treesisters https://www.treesisters.org/ (women seeding change - Frauen säen den Wandel) in den Regenwaldzonen pflanzen lassen. Wir haben die Erde so sehr ausgebeutet: Es wird Zeit, dass Mensch und Menschheit lernen, das Zurückgeben zu kultivieren! Fühlt es sich nicht wunderbar an, zu wissen, dass aus diesem Moment zur Tagundnachtgleiche an den Externsteinen dereinst vielleicht 200 Baumriesen das Leben bereichern und durch ihre Gaben und Früchte ermöglichen werden! Gepflanzt aus unserer Liebe und unserem Engagement!!! Wir Großmütter hatten an diesem Wochenende eine Unterkunft am Silberbach gefunden und sind am Sonntagmorgen noch vor dem Frühstück durch das wunderschöne Silberbachtal gewandert. Durch das besondere Zusammentreffen von Frühlingsbeginn und Vollmond sprechen einige im Jahr 2019 vom „Kosmischen Osterfest“ (in der Zeit vom 21. bis 24. 3.19). Diese freudige Stimmung war während unseres Sonntagmorgenspaziergangs mit uns.   Haiku zur Tagundnachtgleiche Frühjahr 2019 von Großmutter Cora  Licht verdrängt Dunkles. Der Winter weicht dem Frühling. Magisch ist die Zeit.  Licht und Dunkel gleich. Vollmond erhellt uns die Nacht. Ankunft ist Abschied.  Der Wendepunkt schwebt im Moment des Gleichgewichts. Gleich lang Tag und Nacht SOMMERSONNENWENDE 2019 Es war sommerlich heiß an diesem Tag und 6 unserer Gestirne liefen rückläufig. Beides trug dazu bei, dass es ein ruhiges Sommerritual wurde, ruhiger als die Jahre zuvor: wenig Bewegung, Tanz und Aktivität stattdessen sitzen und liegen auf der kühleren Erde, sich austauschen über die aktuelle Lage der Welt, über unsere Erfahrungen mit dem Friedensbündel, …   Wir ehrten den Ort der Externsteine und das Zeittor der Sonnenwende. Erstmalig war Großmutter Stefanie dabei und brachte - verbunden mit der hawaiianischen Tradition - etwas „Aloha Spirit“ mit.  Helga las den wunderschönen Text von Tagore, siehe unten, und Cornelia sang uns das Lied „Heute kam ein Sommerbote, trägt sein leuchtend Kleid, das rote …“.  Hier kann man sich eine eingesungene Fassung eines Benefizprojekts für das Singen mit Kindern anhören:  https://www.liederprojekt.org/lied30270-Heute-kam-ein-Sommerbote-/-Zarter-Mohn.html   Dies sind nur einige Impressionen der ruhigen wie reichen Zeremonie zur Sommersonnenwende im Kreis von ca. 30 Menschen und vielen Trommeln.  Aalo aamar (Indien/Bengali)  Licht, mein Licht, Licht, welterfüllendes, augenküssendes, herzversüßendes Licht! Ah, das Licht tanzt, mein Liebling, im Zentrum meines Lebens; das Licht streicht, mein Liebling, die Saiten meiner Liebe; der Himmel öffnet sich, der Wind weht wild, ein Lachen geht über die Erde. Die Schmetterlinge breiten ihre Schwingen aus auf dem Meer von Licht. Lilien und Jasminblüten türmen sich auf dem Kamm der Wogen des Lichts. Das Licht bricht sich golden über allen Wolken, mein Liebling, und es verteilt Schätze in Hülle und Fülle. Heiterkeit breitet sich aus von Blatt zu Blatt, mein Liebling, und Freude ohne Ende. Der Himmelsfluss ist über seine Ufer getreten (frei übersetzt!) und die Flut der Freude ist überall.“  Übersetzung: Helga Langer/Imke McMurtrie   Externsteine vor dem Mondritual für das Friedensbündel am 16-6-19 - Foto: A. Frederking Impressionen der Herbst-Tagundnachtgleiche 2019   mit Friedenszeremonie (UN-Weltfriedenstag) und Vergebungsritual am Abend   Es war ein sonniger, warmer Herbsttag und wir wurden ein schöner, großer Kreis ca. 50 Personen. Danke euch allen für euer Kommen!  Wir haben uns verbunden mit dem Rat der 13 indigenen Großmüttern in New York und dem Rat der europäischen Großmütter in Island und auch mit Bauch und Kopf und Herz  von Europa, dazu waren Sonnenblumen in unserer Mitte die sichtbaren Zeichen unserer Verbundenheit und gemeinsamen Absicht.  Die Mitte wurde reich mit Früchten gefüllt, die und uns während des Rituals stärkten und mit erfrischendem Saft versorgten, denn wir begannen in der Mittagssonne zu schwitzen und einige suchten den Schatten.  Dieser Überschuss an Feuer erinnerte uns an die zerstörerischen Feuer in den Regenwäldern und sibirischen Mooren in diesem Jahr und wir setzten Impulse unterschiedlichster Art, um die Elemente in uns und in der Welt in ein harmonisches Miteinander zurückzuführen. Großmutter Sigrun betete mit uns:  Lasst uns atmen für den Frieden in uns und in der Welt.  Adler schwinge dich in die Lüfte und bring‘ den Frieden in die Welt.   Lasst uns mit Feuereifer für den Frieden beten.  Drachin reinige mit deinem Feueratem die Welt für den Frieden.   Lasst uns aus tiefstem Herzen für den Frieden beten.  Ihr Delfine schenkt uns reines Wasser für den Frieden, lasst uns fließen.   Lasst uns mit der Gewissheit der Wandlung für den Frieden beten.  Bärin, die du dich jetzt bald in deine Höhle zurückziehst, träume den Frieden der Welt.   Wir haben Raum gegeben für den Schmerz und Trauer. Wir haben Hoffnung gesät und gepflanzt.  Auch durch die Anregung Sämlinge an Orten auszugraben, an denen sie keine Chance für ihr Gedeihen haben, und sie an Menschen mit Platz in Gärten oder anderen geeigneten Orten weiter zu geben. Jeder Baum trägt dazu bei, das örtliche und damit letztlich auch das globale Klima abzukühlen. Walnuss-, Eichen- und Eibensämlinge und sogar einige Pfirsichbaum-Samen wurden verschenkt.  Aus dem Kreis der Mitwirkenden gab es wertvolle Tipps zum Dürre angepassten Pflanzen und zur Isopathie.  Pflanzung: Tief graben und den Boden bis in große Tiefe auflockern, reichlich Wasser ins Pflanzloch gießen, dann mit trockener Erde auffüllen, damit die Wurzeln in die Tiefe wachsen statt in die Breite. Eventuell in den ersten Tagen Schatten geben, z.B. durch einen großen Blumentopf, der über das Bäumchen gestülpt wird. Isopathie: Heilen kranker Bäume mit Isopathie, dazu erkrankte Blätter 3 Tage in Wasser legen, dann das Wasser mehrfach verdünnen und verschütteln und schließlich die kranke Pflanze mit dem so informierten Wasser gießen und / oder besprühen. Am Abend feierten wir mit dem Einsetzen der Dämmerung eine Vergebungszeremonie am See der Externsteine. Von den Steinen erklang das Didgeridoo zu uns herüber und Großmutter Sabine und die Wesen des Ortes führten uns durch eine tief berührende Zeremonie. Zur Feier mit den Ahninnen zu Ehren der Kinder,  des Saatguts  und der Einheit allen Lebens am 9.11.19  an den Externsteinen   Wir hatten ein starkes, kraftvolles Ritual. Insgesamt waren wir zu 8. Eine Lemniskate voller Klang und Herz.Wir haben an unserem Birkenplatz angefangen mit Begrüßung, Einladung der Geistwesen und Bekräftigung unserer Absichten. Dann ging es zum Wasserplatz gegenüber der Steine, im Rücken den Steinbruch. Hier gedachten wir des 9.11. in Licht- und Schattenaspekten mit der Bitte um Heilung der Wunden und Fürbitte für ein friedliches Miteinander. Mit einem persönlichen Gebet und einer weißen Rose für das Wasser beendeten wir diesen Part. Ursprünglich wollten wir für das Ahnengedenken in den Steinbruch gehen, doch aus Zeitgründen blieben wir vor Ort und drehten uns einfach mit Blick zum Steinbruch. Großmutter Cora leitete eine Meditation zu den Ahnen an. Mit einem beginnenden Regen betraten wir die Grotte. Mit dem Lied der Göttin eröffneten wir den  „inneren Zeremonialteil“. Danach stimmten uns die Mondlicht-Harfe, eine Knochenflöte, 2 Klangschalen und tibetische Zimbeln auf den Segen für die Samen und das Gebet für die Kinder ein. In dichten, fließenden Energien 'tanzten' unser aller Stimmen zwischen Erde und Kosmos. Mit einem Kinderlachen und der Frage „Was macht ihr da?“ beendete sich unsere Zeremonie von selbst. Auf unsere Antwort „Wir feiern Party!“ antwortete die Kinderstimme mit schallendem Freudengelächter. Ich nahm dies als Wink und Zuspruch der Göttin. Es wurde Zeit, wir beendeten alles mit dem Dank an die Tierwesen, die uns beschützt und begleitet hatten. Draußen teilten wir das mitgebrachte Saatgut, umarmten uns und freuen uns auf ein Wiedersehen.                         Text und Fotos von Großmutter Sabine
Ein kurzer Rückblick auf unser Fest der Wintersonnenwende 2019 Mit     großer     Dankbarkeit     blicke     ich     zurück     auf     unser     Fest     der Wintersonnenwende! Dankbarkeit für    die    tiefe    Verbundenheit    zwischen    uns    Großmütterschwestern    -    den anwesenden und denen, die leiblich nicht dabei sein konnten, für die Sonne, die unser Ritual erwärmt hat, für   die   vielen   Frauen,   Männer,   Kinder   ,   Hunde,   die   mit   ihrer   Lebendigkeit, ihrer   Vielfalt,   ihrer   Offenheit   und   Kreativität   zu   einem   berührenden   Ritual beigetragen haben. Wir   haben   alle   zusammen,   verbunden   mit   den   Kräften,   die   wir   eingeladen haben, ein starkes Heilungsfeld erschaffen  
Foto: Cora Brandt